Onlinedienst „Nebentätigkeiten“

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Wichtig für Sie

Sie dürfen Nebentätigkeiten für eine(n) andere(n) BürgerIn erbringen, wenn Sie einer der folgenden Gruppen angehören:

  • Arbeitnehmer/-innen, die mindestens zu vier Fünfteln arbeiten,
  • Pensionierte,
  • Selbstständige, unter der Voraussetzung, dass die Nebentätigkeit nicht dieselbe wie ihre Haupttätigkeit ist.

Besondere Bestimmungen: Wer darf Nebentätigkeiten verrichten

ArbeitnehmerIn? Achtung: Sie dürfen keine Dienste leisten, die zu unlauterem Wettbewerb gegenüber Ihres Arbeitgebers führen.

Für jeden, außer für Ihre(n) Chef/-in oder eine Person, für die Sie bereits Dienstleistungen als Auftragnehmer/-in erbringen.

Sie dürfen höchstens 6.2500 Euro pro Kalenderjahr mit Nebentätigkeiten verdienen. Eventuelle Reise- und Unkosten sind in diesem Betrag bereits inbegriffen. Der Betrag gilt für drei verschiedene Arten von Arbeiten zusammen: Vereinsarbeit, Dienstleistungen von BürgerIn zu BürgerIn und Tätigkeiten im Bereich der Sharing Economy.

Die Einnahmen aus Vereinsarbeit und Dienstleistungen von BürgerIn zu BürgerIn dürfen nicht mehr als 520,83 Euro pro Monat betragen außer, wenn Ihre Vereinsarbeit mit Sport zu tun hat (Nummern 1 und 2 auf der Liste der zulässigen Tätigkeiten). In dem Fall dürfen Sie mit verschiedenen Tätigkeiten zusammen bis zu 1.041,66 Euro pro Monat verdienen. Die Jahresgrenze bleibt gleich.

Ja. Wenn Sie eine Nebentätigkeit für eine(n) andere(n) BürgerIn verrichten werden, müssen Sie dafür sorgen, dass Sie versichert sind. Sie brauchen eine zusätzliche Haftpflichtversicherung für Schadensfälle. Sprechen Sie Ihren Versicherungsträger darauf an.

Dazu benötigen Sie folgende Angaben:

  • die Nationalregisternummer Ihres Auftraggebers (oder seine personenbezogenen Daten, für den Fall, dass er kein Belgier ist),
  • den Tag, an dem die Dienstleistung erbracht wird, und
  • den Betrag der Vergütung.

Nein, das dürfen Sie nicht. Sobald Sie in sozialen Medien bezahlte Werbung für Ihre Dienstleistungen platzieren oder Flyer verteilen, gehen wir davon aus, dass Sie sie als Ihren (Neben-)Beruf betrachten, sodass Sie dann nicht mehr unter die Regelung für Nebentätigkeiten fallen.

Dienstleistungen, die Sie über eine Sharing Economy-Plattform erbracht haben, stehen nicht in der Übersicht, da sie nicht über den Onlinedienst „Nebentätigkeiten“ gemeldet wurden. Aber sie werden auf alle Fälle mitgerechnet. Einnahmen aus der Sharing Economy müssen Sie selbst zu Ihrem jährlichen Gesamteinkommen rechnen.

Die Sharing Economy-Plattform übermittelt Ihre Einnahmen am Ende des Jahres an den FÖD Finanzen. Diese überprüft dann, ob Sie den Betrag von 6.000 Euro (jährlich dem Index angepasst) für Einnahmen aus der Sharing Economy und Ihre anderen Nebentätigkeiten für das ganze Jahr überschritten haben.

Achtung: Neben Ihrem Netto-Einkommen muss die Sharing Economy-Plattform auch eventuell anfallende Verwaltungskosten miteinberechnen. Der Betrag, den Ihnen die Plattform mitteilt, kann also etwas über dem Betrag liegen, den Sie tatsächlich erhalten haben.